Psychotherapie-Informationen für Privatversicherte

Generell startet eine Psychotherapie auch für privat Vollversicherte mit einigen probatorischen Sitzungen, also Sitzungen zum Ausprobieren. Bis zu 5 probatorische Sitzungen werden meistens von der Privaten Krankenversicherung übernommen.

Erst dann wird die eigentliche Psychotherapie beantragt. In meiner Praxis biete ich die Durchführung einer tiefenpsychologisch-fundierten Therapie zulasten der Privaten Versicherung oder Beihilfe (s. unten ) an. 

Als Privatversicherte haben Sie meistens Psychotherapie im Leistungsumfang Ihres Versicherungsschutzes mitversichert. Manche Versicherer, wie z.B. die Landeskrankenhilfe, erstatten jedoch nur Kosten für die Behandlung durch ärztliche Therapeuten. Gegebenenfalls enthält Ihr Tarif auch Einschränkungen hinsichtlich des Leistungsumfangs, z.B. "x Sitzungen pro Kalenderjahr" oder hinsichtlich einer Selbstbeteiligung, z.B. " ab der x. Sitzung erstatten wir 80% der Leistungen"

Da es sich um einen privatrechtlichen Vertrag handelt, lohnt sich also vor Therapiebeginn eine kurze Anfrage an den Versicherer, 

  • ob Psychotherapie bei einem approbierten Psychologischen Psychotherapeuten mit Kassenzulassung im Leistungsumfang Ihres Vertrages enthalten ist.
  • ob probatorische Sitzungen erstattet werden. 
  • ob es Erstattungseinschränkungen gibt
  • ob ein Bericht an den Gutachter notwendig ist und
  • ob der Versicherer die Kosten für den Bericht übernimmt. 

Psychotherapie zulasten eines Kostenträgers muss in Deutschland immer beantragt werden. Manche Versicherer verlangen vor Therapiebeginn lediglich einige zusammengefasste Angaben zum beantragten Sitzungskontingent, Kosten pro Sitzung und meiner Qualifikation. In fast jedem Fall ist die körperliche Untersuchung durch einen Arzt Ihrer Wahl erforderlich, der einen Konsiliarbericht an den Psychotherapeuten übermittelt. Andere Versicherer wiederum erwarten zusätzlich einen ausführlichen Bericht zur Weiterleitung an einen Gutachter. Liegt die Kostenerstattungszusage des Versicherers vor, erfolgt eine unproblematische Erstattung. 

Unabhängig vom Erstattungsverhalten des Versicherers rechne ich nach der Gebührenordnung der Psychologischen Psychotherapeuten meine Leistungen zwischen dem 2,3 und 3,5-fachen Satz ab. Hierbei kann je nach Schwierigkeitsgrad und Chronifizierung ein Eigenanteil für Sie verbleiben. Dies wird innerhalb der probatorischen Phase besprochen. Zur Minimierung von administrativem Aufwand erbitte ich die Zahlung bar oder mit Einzugsermächtigung. 

Für Beihilfeberechtigte ist es so, dass Ihre Beihilfe in jedem Fall meine Gebühren für bis zu 5 probatorische Sitzungen + Kosten für die Anamneseerstellung + Bericht an den Gutachter erstattet. Die Beihilfe limitiert die Erstattung auf den 2,3-fachen Satz (lt. Verwaltungsvorschrift); bei einem 3,0-fachen Satz resultiert dies z.B. in einem Eigenanteil von EUR 28,15/Sitzung.

Zurzeit ist für Beihilfeberechtigte immer die Erstellung eines Berichts an den Gutachter notwendig. Bei der Beihilfestelle ist also eine vorherige Nachfrage nicht notwendig, allenfalls bei Ihrer privaten Zusatzversicherung gelten die oben genannten Hinweise.Bitte rufen Sie mich für eine erste Terminvereinbarung an!

Meine Absageregelung: Vereinbarte Termine können bis 72 Stunden vor dem Termin kostenfrei abgesagt werden. Für später abgesagte oder nicht wahrgenommene Sitzungen kann ein Honorar für eine Sitzung verlangt werden.